Die Gleichberechtigungsfrage ist oft etwas einseitig. Alles scheint sich immer um die Frauen zu drehen. Zu Recht, denn in vielen Bereichen sind bzw. waren sie benachteiligt. Dennoch drängt sich die Frage auf, ob eine absolute Gleichberechtigung überhaupt möglich ist und, ob Männer auch gleichberechtigt sind. Männer und Frauen sind per se unterschiedlich. Angefangen bei den physischen Voraussetzungen und hin zum inneren Wesen. Frauen und Männer ticken einfach anders, das ist so und kann nicht ignoriert werden. Das macht doch das Zusammenleben spannend, bereichernd und im positiven Sinne herausfordernd.

Das Problem von uns Frauen ist bzw. war sehr vielschichtig und ich möchte hier nicht abschliessende Thesen und Theorien aufstellen. Fakt ist, die Frauen mussten und müssen sich immer noch in patriarchalischen Kulturen resp. Gesellschaften und Strukturen wirklich behaupten und für Ihren Respekt und hierarchischen Aufstieg kämpfen. Bei uns in der Schweiz haben unsere Genossinnen in den letzten 50 Jahren viel erreicht und ich finde, wir sind wirklich an einem sehr guten Punkt angekommen. Und zwar an einem Punkt, an dem wir langsam mit Jammern aufhören dürfen und uns fragen müssen, was kann ich als Frau selbst tun, damit ich denselben Respekt und dieselben Chancen erhalte wie die Männer. Denselben Lohn und dieselben Karrierechancen? Wie wäre es mit sichererem Auftreten und besseren Verhandlungstaktiken zum Beispiel? Aber das ist ein Kapitel ganz für sich allein. Denn was mich hier und jetzt, 50 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts sowie nach etlichen Kämpfen um die Gleichberechtigung von Frauen interessiert, ist, wie es mit den Männern aussieht?

Fühlen diese sich gleichberechtigt? Nie werden sie schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen können. Noch sehr oft ist der Mann im Haus der Hauptverdiener, was bedeutet, dass eine Vollzeitstelle unabdingbar ist und ein gewisser existentieller Druck vorhanden ist. Trotz seines Fleisses für seine Familie wird der Vatertag bei uns in der Schweiz nicht so zelebriert wie der Muttertag.  Die Väter hätten vielleicht auch gern einmal ein gebasteltes Vatertagsgeschenk aus dem Kindergarten als Zeichen der Wertschätzung!

Für einige privilegierte Männer in der Schweiz ist die Teilzeitkarriere bereits fester Bestandteil ihres Lebens. Doch für sehr viele ist diese Option noch in weiter Ferne. Hier sind die Wirtschaft, die Politik und die Männer selbst gefragt. Und zwar nicht nur mit attraktiven Teilzeitkarrieren für Frauen. Nein, es braucht in erster Linie Teilzeitkarrieren für Männer. Sie, oder zumindest ein Teil davon, will auch Hausmann und Papi sein ohne dass die Karriere ins Stocken gerät.

Der Punkt ist doch schlussendlich der, dass wenn es den Männern möglich gemacht wird (oder es sich die Männer selbst ermöglichen), Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, mehr Flexibilität und Möglichkeiten für Frauen entstehen.

Damit möchte ich Unternehmerinnen und Unternehmer dazu anregen, sich speziell auch für den Nachfolgeprozess an den Gedanken zu gewöhnen, dass es unterschiedlichste moderne Organisationsformen und Arbeitssysteme gibt, die den Bedürfnissen und Werten unserer heutigen Gesellschaft besser entsprechen, als die Arbeitsformen, wie wir sie bisher kannten und lebten.

Möchtest du die Firma deiner Eltern übernehmen, aber nicht so weiterführen wie sie bisher geführt worden ist? Wir bei KMU Nachfolgezentrum unterstützen und begleiten beide Generationen im Nachfolgeprozess unter Berücksichtigung beider Werte und Prioritäten. Kontaktiere uns und vereinbare ein kostenloses Erstgespräch.

Madeleine Na

Nachtrag: Während ich diesen Artikel hochlade und ein geeignetes Bild dazu suche, finde ich auf einer Plattform für kostenlose Bilder gerade mal 6 Bilder zu “Hausmann” und 165 zum Begriff “Hausfrau”. . . Es ist wirklich höchste Zeit, dass sich ALLE mit dem Thema auseinandersetzen und sich bemühen ein Gleichgewicht zu schaffen.

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